Ausrüstung aus dem 3D-Drucker

Gerade kein 360-Grad-Filmequipment zur Hand? Für unsere Testaufnahmen haben wir uns ein Kamera-Rig einfach selbst gedruckt.

Zwischenzeitlich haben wir erste Ausrüstungsgegenstände für unsere 360°-Aufnahmen erhalten: Es handelt sich um zwei sogenannte „Kamera-Rigs“, welche als Halterungen für kleine Kameras wie die GoPro Hero4 dienen. Das Besondere: Sie sind im 3D-Drucker entstanden, zu dem wir an der Hochschule Furtwangen Zugang bekamen. Für die Druckdateien haben wir im Internet nach kostenlosen, fertigen 3D-Meshes bzw. Aufbereiteten CAD Daten gesucht, die ein 3D-Drucker lesen und drucken kann.

Als kostengünstiges Test-Equipment können uns die Rigs für eine Auseinandersetzung mit der Aufnahme-Technik und der Nachbearbeitung von 360°-Aufnahmen dienen. Parallel hierzu werden wir in den nächsten Wochen auch Erfahrungen mit kommerziellen Kamera-Rigs sammeln.

Fastnacht mit oder ohne Boden?

Zu Beginn gab es die Überlegung den Boden nicht zu filmen, weil das Stativ retuschiert werden müsste und weil es auch auf dem Boden nichts Interessantes zu sehen gäbe. Dafür wäre ein Rig in Frage gekommen, welches für die Blickrichtung nach oben eine Kamera und für das Hauptgeschehen in der Rundumansicht fünf Kameras verwendet.

Weil der Himmel meistens nicht viel wechselnden Bildinhalt hat, wäre diese Lösung durchaus ausreichend gewesen. Weil aber das Rig keine Halterung für die zusätzliche Kamera oben hatte, haben wir es nicht weiterverwendet.

Um wirklich eine komplette 360 Grad x 180 Grad-Aufnahme filmen zu können, haben wir uns schließlich für eine andere Rig-Variante entschieden.

Bauteile eines 360-Grad Kamera-Rigs

Frisch aus dem Drucker: Bauteile eines 360-Grad Kamera-Rigs © Fastnachtsmuseum Narrenschopf Bad Dürrheim

Rig für alle Richtungen aus dem 3D-Drucker

Gedrucktes Rig für alle Richtungen © Fastnachtsmuseum Narrenschopf Bad Dürrheim

In diese Halterung können im späteren Projektverlauf sechs Kameras eingesetzt werden, die jeden Winkel um uns herum aufnehmen. In der Nachbearbeitung werden diese Aufnahmen sozusagen zusammengenäht („gestiched“) und als 360 Grad-Video erfahrbar gemacht.

Das Schwierige dabei ist, die Bilder bzw. Filme so zusammenzusetzen, dass keine Ränder oder Nahtstellen zu sehen sind und die einzelnen Aufnahmen sauber ineinanderlaufen und zu einer Aufnahme werden. Dieses Verfahren unterscheidet sich nicht grundsätzlich zwischen Filmen und Fotos und wir haben es vorab mit 360°-Fotos getestet (mehr dazu kann man hier nachlesen).

Beitrag von: Artur Fuss

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