digitale Anwendung Native App

App Mein Objekt – spielerisch durchs Museum

Die prototypische mobile App „Mein Objekt“ nimmt die BesucherInnen mit auf eine spielerische Reise durch das Humboldt Forum. Sie treten mit einem auf ihre Interessen abgestimmten Objekt in Kontakt. Dieses führt in einem interaktiven Dialog durch die Sammlungen. Entwickelt wird „Mein Objekt“ von der Stiftung Humboldt Forum mit der HUI GmbH der Humboldt Universität zu Berlin als Auftragnehmerin.

Informationen zur Nachnutzung
Informationen zum Ergebniskontext
Entstanden im Teilprojekt
"Der humboldt’sche Kosmos im digitalen Raum"
Bearbeitungsstand

in Entwicklung

Mit einem Objekt im Dialog

Mit einem Objekt im Dialog, Foto: Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss / Christian Stein, CC-BY 4.0

Die Anwendung „Mein Objekt“ bietet Museen und Ausstellungshäusern ein modernes und spielerisches Vermittlungsformat auf dem Handy ihrer BesucherInnen. Die NutzerInnen verwenden also ihre eigenen Endgeräte (Bring your own device, BYOD). Mittels spielerischer Wischgesten auf dem Touchscreen des eigenen Handys verabreden sie sich mit Exponaten, die ihr Interesse wecken. In einem interaktiven Chat wird das Exponat lebendig, Hintergrundwissen wird vermittelt. Blickführung und Sehschulung ermöglicht die Anwendung ebenfalls. Mit jeder Interaktion lernt die Anwendung die BesucherInnen besser kennen, das Museum wird personalisiert. Wichtig für die Museen: Die Anwendung erfordert lediglich ein WiFi im Eingangsbereich, weitere Infrastruktur ist nicht notwendig. Die Anwendung kann auch bereits vor dem Museumsbesuch zum Erstellen eigener, personalisierter Touren genutzt werden.

Vermittlungsziele

Das Handy ist zum permanenten Begleiter des Menschen avanciert. Messenger Apps, Instagram – hochpersonalisierte und gamifizierte Anwendungen sind unsere mediale Routine. „Mein Objekt“ erprobt, welche dieser Prozesse und Gewohnheiten auch im Museumsbereich zu einer erweiterten und vertieften Erfahrung mit Kulturgütern führen können.

Über die App soll BesucherInnen ein personalisierter und aktiver Umgang mit den Exponaten ermöglicht werden. Das Museum kann außerdem über den physischen Raum hinaus erweitert werden und der Besuch bereits vor dem Betreten des Museums beginnen.

Die prototypische mobile App „Mein Objekt“ nimmt die BesucherInnen mit auf eine spielerische Reise durch das Humboldt Forum. Als Startpunkt der Tour wählt jede/r BesucherIn per Wischgesten seine/ihre Lieblingsobjekte aus: Ein Algorithmus erkennt hierbei die Interessen der Spielenden. Im Hintergrund entsteht ein Profil mit den Besuchsinteressen.

Über einen interaktiven Chat wird ein „persönlicher“ Kontakt mit dem präferierten Exponat generiert. Der Dialog entwickelt sich je nach Auswahl der Antworten und Aussagen individuell. Die Gespräche sind dabei mal ernst, mal heiter, mal launig, mal rätselhaft. Der Sprachduktus passt sich an die Interaktion der NutzerInnen an.

Konzept im Überblick

Zielgruppe
Alle Menschen, die ein Smartphone bedienen können
Vermittlungsansatz
Spielerische Interaktion
Format
native App (iOS und Android)
Anwendungsbereich
Weg durchs Museum / außerhalb des Museums

Die App greift zudem typische Formen der Smartphone-Nutzung auf: BesucherInnen erstellen beim Gang durch das Museum eine Kollektion ihrer Lieblingsobjekte. Eigene Handy-Fotos werden über eine Bilderkennung mit Objektdaten vernetzt. Das erworbene Wissen geht somit nach dem Museumsbesuch nicht verloren. Ergänzt um weitere Informationen wird es in der App hinterlegt, sodass NutzerInnen sukzessive ihre eigene Sammlung kuratieren können.

Das „Mein Objekt“ zugrundeliegende Menschenbild ist der Homo Ludens, der spielende Mensch. Die Lust am Ausprobieren, das Explorieren fremder Umgebungen, die Neugier, Fantasie und Humor zeichnen diesen Typus aus. In der kulturhistorischen Herleitung von Johan Huizinga ist es aber nicht so, dass der Mensch gerne spielt, sondern Kultur selbst entsteht im Spiel. „Mein Objekt“ versucht also grundsätzliche Parameter des Kulturmenschen in den Museumsbereich (wieder) hineinzutragen. Hierzu werden auch Game-Mechaniken aus dem Gamedesign verwendet wie zum Beispiel Ownership, Customization, Storytelling, Meaningful Choices, Eyecandy, Surprise, Branching Choices, Cascading Information, Achievement, Collection Building und vieles mehr.

Nachnutzung

Zugang & Sourcecodes

Der Prototyp der App „Mein Objekt“ ist quellcode-offen. Der Sourcecode mitsamt technischer Dokumentation wird voraussichtlich zum Jahresende 2020 anderen Kultureinrichtungen zum Download und zur individuellen Anpassung zur Verfügung gestellt.

Ansprechperson

Conrad Mücke
+49(0)30 265 950 53
conrad.muecke@humboldtforum.com

 

Mehr erfahren