Erfahrungsbericht Virtual Reality

Setting für BetreuerInnen der Virtual Reality Installation ‚Mit dem Mönch am Meer‘

Zwischen dem 5. April und 30. Juni 2019 konnten BesucherInnen der Alten Nationalgalerie virtuell in das Gemälde ‚Der Mönch am Meer‘ von Caspar David Friedrich eintauchen. Nach einer minimalen Schulungsperiode konnten die vier Virtual-Reality-Stationen von zwei MuseumsmitarbeiterInnen bedient werden. Die in der Arbeit mit BesucherInnen notwendigen technischen Abläufe und Workflows wurden hierfür automatisiert und vereinfacht. Der Erfahrungsbericht soll diesen Prozess illustrieren und zudem Hemmschwellen im Umgang mit VR abbauen.

Informationen zur Nachnutzung
Raumplanung für Position der technischen Ausstattung

Raumplanung für Position der technischen Ausstattung, Grafik: Thomas Hamann, CC BY 4.0

Thema des Berichts
Herausforderungen im Einsatz von VR-Stationen
Informationen für
MitarbeiterInnen von Museen

Digitale Anwendungen wie Virtual Reality-Stationen erfreuen sich heute zwar hoher Beliebtheit, gelten im Museumsalltag aber noch immer als Neuheit. Dies trifft sowohl auf die MitarbeiterInnen, als auch auf BesucherInnen von Museen zu.

Die hohe Sichtbarkeit von VR-Installationen im Raum sowie der Reiz des Neuen, der diesen Technologien anhaftet, sorgen oft für Schlangen rund um die Stationen sowie ein Mehr an Kommunikation mit dem BesucherInnenservice. BesucherInnen müssen bei der Benutzung der VR-Anwendungen unterstützt werden – denn nur ein kleiner Teil von ihnen hat schon einmal eine VR-Brille getragen. Daraus ergibt sich in der Praxis ein erhöhter Betreuungsaufwand. Wird die Notwendigkeit der Betreuung mithilfe von geschicktem BesucherInnen-Management bereits im Vorfeld antizipiert, so lässt sich eine reibungslose Eingliederung der VR-Technologie in den bestehenden Museumsbetrieb sicherstellen.

VR-Flächen der Installation „Mit dem Mönch am Meer“, Foto: Ceren Topcu, CC BY 4.0
VR-Flächen der Installation „Mit dem Mönch am Meer“, Foto: Ceren Topcu, CC BY 4.0
Setting der BetreuerInnenstation, Foto: Sandro Schwarz, CC BY 4.0

Moderne VR-Technologien erfordern sehr leistungsfähige Rechner und das gelingende Zusammenspiel verschiedener Elemente: VR-Brille, Raumsensoren, Controller und diverse Software-Produkte. Eine tägliche Betreuung der VR-Anwendungen durch technisch fachfremdes Personal lohnt sich in wirtschaftlicher Hinsicht nur dann, wenn die Bedienung möglichst simpel und fehlerresistent verläuft. Wir konnten in der Entwicklung der Anwendung einen Rahmen finden, der es den MitarbeiterInnen erlaubt, jede einzelne VR-Station mit nur sechs Knöpfen zu bedienen. Dabei sind sie noch nicht einmal darauf angewiesen, mit einer Computer-Software, Tastatur oder Maus umzugehen.

Der Erfahrungsbericht soll auf die Herausforderungen im Einsatz von VR-Stationen hinweisen und gleichzeitig dazu dienen, Hemmschwellen im Umgang mit ihnen abzubauen. Am Beispiel der Anwendung „Mit dem Mönch am Meer“ werden einfach umzusetzende Lösungen aufgezeigt.

Das Dokument richtet sich an MitarbeiterInnen von Museen, die den Einsatz von Room scale VR-Anwendungen ressourcenschonend einplanen möchten.

Nachnutzung

Erfahrungsbericht zum Download

Den Erfahrungsbericht „Setting für BetreuerInnen der Virtual Reality Installation ‚Mit dem Mönch am Meer’“ stellen wir hier in Kürze zum Download bereit.

Ansprechpersonen

Katharina Fendius – Staatliche Museen zu Berlin
+49(0)151-527 532 06
E-Mail: k.fendius@smb.spk-berlin.de

Sandro Schwarz – Staatliche Museen zu Berlin
+49(0)151-527 539 63
E-Mail: s.schwarz@smb.spk-berlin.de

Entstanden im Teilprojekt "Visitor Journeys neu gedacht – digitale Erweiterung des Museumsbesuchs"

zum Teilprojekt