digitale Anwendung Virtual Reality

Navigation in der Südsee – Ein Virtual Reality Spiel für Kinder und Jugendliche

Durch spielerisches Eintauchen in eine virtuelle Welt schafft das Spiel „Navigation in der Südsee“ einen Kontaktpunkt für die Vermittlung von Ausstellungsinhalten an Kinder und Jugendliche. Durch das Spiel können sie Einblicke in die traditionellen Navigationstechniken der EinwohnerInnen Ozeaniens gewinnen. Zudem lernen sie den ursprünglichen Verwendungskontext der historischen Südsee-Boote kennen, die im sogenannten Bootskubus des Ethnologischen Museums im Humboldt Forum ausgestellt werden. Die VR-Station kann parallel von zwei SpielerInnen genutzt werden.

Informationen zur Nachnutzung
Virtual Reality Spiel Navigation Südsee

NutzerInnenperspektive im VR-Spiel, Standbild aus der VR: SMB / Ijsfontein Interactive Media, CC BY 4.0

Der Südpazifik verbindet die Menschen Ozeaniens und ihren Alltag auf zentrale Weise. Der Ozean ist kein leerer Raum, sondern eine lebendige Landschaft. Die Deutung der unterschiedlichen Phänomene dieser Landschaft – wie etwa der Strömungen oder Sternenkonstellationen – wird seit Jahrhunderten zur Navigation zwischen den Inseln genutzt. Diese traditionelle Art der Navigation ist ein hochkomplexes System von Merktechniken, das in erster Linie auf der Beobachtung und Interpretation von Naturphänomenen beruht. Durch das immersive VR-Spiel wird erprobt, wie dieses hochkomplexe Wissen gezielt für Kinder und Jugendlichen erfahrbar gemacht werden kann.

Vermittlungsziel

Das VR-Spiel zielt darauf ab, Kindern und Jugendlichen die traditionellen Navigationstechniken Ozeaniens nahezubringen. In deren Zentrum steht die Beobachtung natürlicher Phänomene und ihre Interpretation.

  • Es geht nicht darum, die genannten Techniken im Detail zu erlernen, sondern ein Gefühl für den Umgang der BewohnerInnen Ozeaniens mit ihrer Umwelt zu entwickeln.
  • Gleichzeitig wird den Kindern und Jugendlichen mit der VR-Anwendung die enorme Ausdehnung des pazifischen Ozeans vermittelt.
  • Das VR-Spiel hilft ihnen, einen Eindruck von den ursprünglichen Kontexten der im Bootskubus ausgestellten Exponate zu gewinnen.

Konzept im Überblick

Zielgruppe
Kinder im Alter zwischen acht und 12 Jahren
Vermittlungsansatz
spielerische Interaktion
Format
Virtual Reality-Spiel
Anwendungsbereich
Dauerausstellung

In unmittelbarer Nähe zum begehbaren Doppelrumpfboot aus Fidschi sollen sich zwei VR-Stationen in das Thema der Familienfläche Wie orientiere ich mich in der Welt?“ des Humboldt Forums einbetten. Die SpielerInnen der Anwendung tauchen in eine virtuelle Welt Ozeaniens ein und sind dabei angehalten, auf spielerischem Weg ein Ziel – eine entfernte Insel – zu erreichen. Das zur Orientierung notwendige Wissen wird im Lauf dessen spielerisch vermittelt. Die VR-Stationen sowie die spielenden Kinder und Jugendlichen werden von geschultem Personal betreut.   

Das VR-Spiel wird circa zehn Minuten in Anspruch nehmen. Die SpielerInnen nehmen dabei auf dem virtuellen Duplikat eines begehbaren Doppelrumpfbootes aus Fidschi Platz. Das Original wird unmittelbar neben der VR-Station ausgestellt. Die SpielerInnen werden von einem erfahrenen, virtuellen Navigator eingewiesen, wie sie das traditionelle Boot zu einer entfernt liegenden Insel navigieren. Auf ihrer Reise erhalten sie Unterstützung von einem virtuellen Gefährten. Indem sie die Natur beobachten – das Meer, die Gestirne, aber auch Wolken und Vögel – lernen die SpielerInnen ihren weiteren Weg zu navigieren und schließlich ihr Ziel zu erreichen.   

Nachnutzung

Sourcecode der Anwendung

Im Laufe des Jahres 2020 stellen wir den Sourcecode des VR-Spiels zur  Nachnutzung zur Verfügung.

Ansprechpersonen bei Fragen

Bettina Probst, Staatliche Museen im Humboldt Forum / SPK Projektleitung Planung und Präsentation der Museen im Humboldt Forum
E-Mail: b.probst@smb.spk-berlin.de

Cristina Navarro, Staatliche Museen zu Berlin
E-Mail: c.navarro@smb.spk-berlin.de

Entstanden im Teilprojekt "Visitor Journeys neu gedacht – digitale Erweiterung des Museumsbesuchs"

zum Teilprojekt