digitale Anwendung Augmentation

StorytellAR – ein Augemented Reality-Prototyp zur interpersonellen Vermittlung

Der Prototyp „StorytellAR“ ist der erste Schritt eines Augmented-Reality-Vermittlungstools für Museumsführungen, das neue Möglichkeiten der Wissensvermittlung und Partizipation eröffnen soll. Mit „StorytellAR“ wird erprobt, wie Guides ihre Erzählungen mit AR-Technologie anreichern und steuern können. Dabei soll auch erforscht werden, wie BesucherInnen aktiver an der Narration der im Museum vermittelten Wissensinhalte teilhaben können. Die Anwendung wurde für das Kulthaus der Abelam, einem Großobjekt aus der Ozeanien-Sammlung des Ethnologischen Museums, prototypisch entwickelt.

Informationen zur Nachnutzung
Informationen zum Ergebniskontext
Entstanden im Teilprojekt
"Visitor Journeys neu gedacht – digitale Erweiterung des Museumsbesuchs"
Bearbeitungsstatus

abgeschlossener Low-fidelity-Prototyp

StorytellAR AP Prototyp AR

Aufnahme von Originalobjekten für digitale Duplikate, Foto: NEEEU Spaces GmbH

Im Rahmen von Sonderführungen ist der Aktionsradius geschulter Guides begrenzt: vertiefende Informationen können oft nur erzählerisch angedeutet, nicht aber visuell veranschaulicht werden. Relevante Objektdetails bleiben deshalb bisweilen außen vor. In der Anwendung von AR-Technologien lassen sich die Vermittlungsmöglichkeiten bei Sonderführungen erheblich erweitern. Komplexe Zusammenhänge werden in der Darstellung digitaler Subebenen am Objekt veranschaulicht. Schwer nachvollziehbare Details und ansonsten unzugängliche Bereiche werden für BesucherInnen erfahrbar.

StorytellAR ist ein Werkzeug zur Erweiterung des Museumserlebnisses. Es stärkt die interpersonelle Vermittlung zwischen Guides und BesucherInnen und ist als Verbindungsglied zwischen technischer Innovation und moderner Wissensvermittlung konzipiert. Der mit dem Studio Neeeu GmbH entwickelte StorytellAR-Prototyp diente dazu, diesen Ansatz auf Umsetzbarkeit zu überprüfen.

Vermittlungsziele

Ziel Ziel der AR-Anwendung ist es, die Möglichkeiten der interpersonellen Vermittlung für Gruppen digital zu erweitern. Der Einsatz der Technologie eröffnet neue Perspektiven in der musealen Bildungs- und Vermittlungsarbeit – sowohl für BesucherInnen, als auch für Guides.

Konzept im Überblick

Zielgruppe
Museumsguides; BesucherInnen-Gruppen; BesucherInnen mit objektspezifischen Interessen
Vermittlungsansatz
geleitetes Storytelling unter Einbindung von Augmented Reality (AR)
Format
AR-Anwendung für mobile Geräte
Anwendungsbereich
Dauerausstellung

Der Low-Fidelity-Prototyp StorytellAR ist ein erster Schritt zur Entwicklung eines digitalen Instruments, welches das Erlebnis einer Museums-Sonderführung für Gruppen erweitern soll. Im Jahr 2018 wurde StorytellAR für zwei Test-Szenarien entwickelt. Dabei wurden verschiedene Herangehensweisen an den Einsatz von AR-Technologien getestet. Es ging sowohl um die Potenziale der musealen Erzählung als kollektivem Erlebnis, als auch um die Möglichkeiten der Erkundung des Originalobjekts. Im Versuch waren BesucherInnen angehalten, ihre eigenen Geräte (Tablets) zum konstruktiven Austausch mit dem Guide zu nutzen.

Nutzungsszenario 1: Kombination aus mobilen Geräten und Leinwand

Das erste Test-Szenario bestand aus einer AR-Software, die für den Guide und die BesucherInnen mit jeweils unterschiedlichen Funktionen ausgestattet war. Außerdem kamen mobile Geräte (Tablets und Smartphones) sowie eine Leinwand zum Einsatz, auf welche live Bilder übertragen wurden. Die TeilnehmerInnen der Sonderführung zum Kulthaus der Abelam erhielten ein Tablet, über das ein Guide unterschiedliches Material zur Wissensvermittlung einspielen konnte. Der Guide nutzte sein Tablet dabei als Steuerungsinstrument: es erlaubte ihm, 3D-Objekte mit Bezug zum Kulthaus der Abelam auf der Leinwand zu visualisieren. Die BesucherInnen konnten sich dabei letztlich selbst betrachten – umgeben von digital generierten Subebenen. Der so geschaffene virtuelle Raum lud zur Interaktion mit digitalen Objekten ein.

Nutzungszenario 2: 3D-Digitalisate als Hilfsmittel für Guides

Der Schwerpunkt des zweiten Test-Szenarios lag auf der Erzählung des Guides. Teile des Kulthaus der Abelam, insbesondere die Initiationskammern, sind für BesucherInnen der Sammlung nur eingeschränkt erfahrbar. Mithilfe von 3D-Digitalisaten half die AR-Technologie dabei, diese Lücke zu schließen: sie bereicherte die Narration des Guides mit zusätzlichen Informationen sowie Perspektiven auf die Kammern und die darin befindlichen Objekte.

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Test mit dem Mock-up der StorytellAR, Video: SMB/museum4punkt0/NEEEU Spaces GmbH

Test mit dem Mock-up der StorytellAR, Video: SMB/museum4punkt0/NEEEU Spaces GmbH
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Video: Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Video: NEEEU Spaces GmbH

Die AR-Anwendung gibt sowohl den Guides, als auch den BesucherInnen ein Werkzeug an die Hand, durch das sie ihr Museumserlebnis am Objekt proaktiv und kollektiv gestalten können. Den Guides eröffnen sich neue Möglichkeiten, die Wissensvermittlung digital anzureichern. Den BesucherInnen bieten sich neue Spielarten der partizipativen Mitwirkung

Nachnutzung

Sourcecode

Sourcecode des AR-Prototypen über die Plattform GitHub herunterladen

Was Sie benötigen

  • Zur Bearbeitung des Sourcecodes: Unity 2018.2.14f1f
  • Abspielgeräte der Anwendung: iOS mobile Geräte ab Betriebsystem 12.4

Lizenz

BSD 3 Clause

Ansprechpersonen bei Fragen

Bettina Probst, Staatliche Museen im Humboldt Forum / SPK Projektleitung Planung und Präsentation der Museen im Humboldt Forum
E-Mail: b.probst@smb.spk-berlin.de

Cristina Navarro, Staatliche Museen zu Berlin
E-Mail: c.navarro@smb.spk-berlin.de

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Blog-Beitrag Die interpersonelle Vermittlung mit Augmented Reality verstärken, wie geht das? (11.03.2019)

Entstanden im Teilprojekt "Visitor Journeys neu gedacht – digitale Erweiterung des Museumsbesuchs"

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