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Visualisierung – Visuelle Exploration zweier musealer Sammlungen

Im Rahmen der Neugestaltung der Sammlungen Online der Staatlichen Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz entsteht in einer Forschungskooperation mit dem Urban Complexity Lab (UCLAB) der Fachhochschule Potsdam ein webbasierter Prototyp zur explorativen Sammlungsvisualisierung. Dieser soll mittels dynamischer interaktiver Arrangements von Objekt- und Bilddaten das Zusammenspiel von zwei unterschiedlich disziplinär angelegten Sammlungsbeständen erproben.

Informationen zur Nachnutzung
Anwendung mit Wolkenansicht und Schlagworte

Anwendung mit Wolkenansicht und Schlagworte, Screenshot: Staatliche Museen zu Berlin / UCLAB FH Potsdam, CC BY 4.0

Was Sie benötigen
Browserbasierter Anwendung
Zielgruppe
Digitale BesucherInnen
Zielgruppe
ExpertInnen und ForscherInnen aus den GLAM-Institutionen
Digitalen Geisteswissenschaften, Interface Design und Informationswissenschaften
Technologie
Website
Vermittlungsstrategie
Methodische Erweiterung für die geisteswissenschaftliche Forschung
Informations- und Datenvisualisierung zur Darstellung und Rezeption von musealen Sammlungen
Vermittlungsmethode
Visuelles Lernen, Interaktion

Anhand ausgewählter Datenbestände der Alten Nationalgalerie und des Museums Europäischer Kulturen wird den NutzerInnen, über einen webbasierten Prototyp, ein explorativer Zugang zu den Beständen ermöglicht. Hierbei werden ihnen unterschiedliche Einstiegsmöglichkeiten angeboten. Über eine Wolkenansicht erhalten die NutzerInnen eine interaktive spielerische Möglichkeit die Objekte zu betrachten. Ähnlichkeiten zwischen den Objektabbildungen werden mithilfe eines maschinellen Algorithmus anhand ihrer Titel und Bilder generiert. Durch Möglichkeiten des Vergrößerns-  und Verkleinerns der Ansichten lassen sich unterschiedliche Zusammenstellungen der Bestände erkennen. So werden unterschiedliche Schwerpunkte deutlich und Verteilungen, Zusammenhänge und Schnittmengen und offengelegt.

Eine weitere Einstiegsmöglichkeit bieten kuratierte Schlagworte, die verschiedene Objektcluster in der Anwendung konkret benennen und die Verwandtschaft von benachbarten Objekten unmittelbar sichtbar machen. Während die Wolkenansicht einen globalen Blick auf die Bestände bietet, können die NutzerInnen hier konkret Objekte auswählen und so Detailangaben erhalten. Metadaten wie Titel, Datierung, Objektbeschreibung, Material, Abmessungen, Beteiligte (Personen oder Betriebe) und geografische Bezüge werden den NutzerInnen zur Verfügung gestellt.

Anwendung mit Wolkenansicht und Suchfeld
Anwendung mit Wolkenansicht und Suchfeld, Screenshot: Staatliche Museen zu Berlin / UCLAB FH Potsdam, CC BY 4.0

Die Interaktion führt zu einer zweiten Ansicht der Visualisierung, in der einander ähnliche Objekte entlang eines Pfadens angeordnet werden. Von einem Hauptobjekt ausgehend, werden einander ähnliche Objekten durch einen Faden verbunden. Der Ausschlag des Fadens verdeutlicht die Entfernung der Objekte zueinander: Je mehr er ausschlägt, desto weiter voneinander entfernt und somit weniger ähnlich sind die Objekte.

Um den digitalen BesucherInnen niedrigschwellige und intuitive Zugänge zu den Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin anzubieten, bedarf es alternativer, vielfältiger und interaktiver Ansätze. Mit Hilfe von Visualisierungen lassen sich rein lineare Auflistungen abstrakter Metadaten durch neue Sichten auf Daten und Objekte ergänzen und Erkenntnisse über die verschiedenen Zusammenhänge und Verbindungen gewinnen. Im Zuge der Forschungskooperation mit dem Urban Complexity Lab werden im Rahmen der Entwicklung einer prototypischen Anwendung zur Datenvisualisierung, folgende Fragen besonders fokussiert:

  1. Wie können sammlungsübergreifende Visualisierungen verschiedenartiger Artefakte konzipiert und entwickelt werden, so dass bei BesucherInnen Interesse an und Verständnis für die Bestände angeregt wird?
  2. Wie können explorative Visualisierungen helfen, Schnittmengen und Gemeinsamkeiten zwischen den heterogenen Sammlungsbeständen der Staatlichen Museen zu Berlin zu verdeutlichen und neue Fragestellungen zu den Objekten sowie Sammlungen aufzuwerfen?
  3. Wie lässt sich eine verbesserte Suchfunktion für das Web konzipieren und in ein exploratives Interface integrieren?
Anwendung mit Detailansicht im Pfad
Anwendung mit Detailansicht im Pfad, Screenshot: Staatliche Museen zu Berlin / UCLAB FH Potsdam, CC BY 4.0

Die Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin sollen in ihrer heterogenen Zusammensetzung erfasst und die verschiedenen Objektarten, Fachdisziplinen und Spezifika im Ganzen und im Detail visualisiert werden. Somit soll perspektivisch ein differenziertes Bild von der Vielfalt der Bestände der gesamten Staatlichen Museen zu Berlin und ein intuitiver Einstieg in die spezifischen Zusammensetzungen der Sammlungen ermöglicht werden.

Die unterschiedlichen Sammlungen sollen mittels einer explorativen Visualisierung in ihren Schnittmengen und Gemeinsamkeiten dargestellt werden, um so neue Blickwinkel und Fragestellungen zu den verschiedenen fachspezifischen Objekten zu eröffnen.

Nachnutzung

Sourcecode (GitHub-Link)

Der Quellcode der Anwendung wird nach Fertigstellung im Laufe des Jahres 2020 zum Download bereitgestellt.

Katharina Fendius – Staatliche Museen zu Berlin
+49(0)151 527 532 06
k.fendius@smb.spk-berlin.de

Was muss ich für die Nachnutzung noch beachten?

  • Die zur Verfügung gestellten Objektabbildungen aus stammen aus der Sammlung der Nationalgalerie | Alte Nationalgalerie sowie der Sammlung des Museum Europäischer Kulturen und unterliegen folgender Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0.

Entstanden im Teilprojekt "Visitor Journeys neu gedacht – digitale Erweiterung des Museumsbesuchs"

zum Teilprojekt