17. November 2021
Entwickeln, Verbundarbeit, Wissenstransfer

Immateriell – digital. Wir befragen die Museen, machen Sie mit!

Wie wird in Museen das immaterielle Kulturerbe (IKE) digital vermittelt und wie wirken diese Anwendungen? Bereichern Sie unsere Bestandsaufnahme mit Ihren Erfahrungen!

Teammeeting Immateriell: Brainstorming zur Struktur für die Datenerfassung und zur Systematisierung und Kategorisierung der Datenanreicherung. Foto: Institut für Museumsforschung, CC BY 4.0

Von unseren Fragen auf der museum4punkt0-Konferenz „Was ist für Sie immaterielles Kulturerbe?“ und „Was sollte eine digitale Anwendung im Zusammenhang mit dem immateriellen Kulturerbe können?“ gehen wir einen Schritt weiter. Wir wenden uns nun den zentralen Fragestellungen unseres Projektes zu: „Wie wird in Museen das immaterielle Kulturerbe digital vermittelt und wie wirken diese Anwendungen?“. Damit vertiefen wir die Diskussion um (digitale) Vermittlungsangebote und nehmen ihre Attraktion, Funktionsweisen und Wirkung stärker in den Blick:

  • Wie sind die digitalen Anwendungen gestaltet und wie werden sie von den Besucher*innen und Nutzer*innen angenommen?
  • Wie erleben die Nutzer*innen die Anwendungen und die digitale Vermittlung des IKE?
  • Auf welcher Wirkungsebene erreichen Sie die Nutzer*innen, eher emotional oder eher kognitiv?
  • Wie können sie sich mithilfe der Anwendung an der Praxis des IKE und auch an der Museumsarbeit beteiligen?
  • Ergeben sich aus der Nutzung der digitalen Anwendungen Neuerungen und Weiterentwicklungen des IKE?
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Wenn Sie bereits Erfahrungen in Ihrem Museum mit der digitalen Vermittlung des immateriellen Kulturerbes haben und diese mit uns und auch mit den Museums- und IKE-Communities teilen wollen, freuen wir uns sehr auf den Austausch mit Ihnen und Ihre Beteiligung an unserer Befragung. Von Dezember 2021 bis März 2022 führen wir dazu telefonische Interview durch.

Für die Bestandsaufnahme befragen wir Museen. Wir möchten ihre Erfahrungen dokumentieren, einen Überblick über die aktuellen digitalen Angebote für die Vermittlung des immateriellen Kulturerbes geben sowie den Austausch vertiefen und unterstützen. Dabei kombinieren wir quantitative mit qualitativen Verfahrensweisen, um vielfältige und aussagekräftige Daten sammeln zu können.

Mit unseren telefonischen Interviews beginnen wir die erste Phase. Quantitative Befragungen ermöglichen uns hier, einen Überblick über die Formate der bereits benutzen Anwendungen zu geben. Zusätzlich möchten wir mithilfe qualitativer Fragen aber auch den Vermittlungskontext sowie die interaktiven und partizipativen Potenziale der Anwendungen analysieren. Die gesammelten Daten stellen wir anonymisiert auf der Verbundplattform von museum4punkt0 zur Verfügung.

In der zweiten Phase unseres Projektes werden wir uns in weiterführenden Tiefeninterviews und begleitenden Beobachtungen in ausgewählten Häusern stärker auf qualitative Untersuchungen konzentrieren, indem wir insbesondere die Attraktivität und Wirkweisen der Anwendungen aber auch die verschiedenen Wirkungsebenen der Benutzer*innen in den Blick nehmen. Die Ergebnisse aus unseren Telefonbefragungen und den Tiefeninterviews werten wir abschließend in unserem Gutachten aus und entwickeln daraus Handlungsempfehlungen.

Mit dieser ersten Bestandsaufnahme möchten wir die Kolleg*innen in ihrer Arbeit unterstützen, indem wir ihnen differenzierte Informationen zu den Möglichkeiten der digitalen Vermittlung des IKE zur Hand geben. Die vielfältigen Erfahrungen sind uns dabei wichtig. Wir möchten daher gelungene Anwendungen, aber auch weniger erfolgreiche Entwicklungen in unserer Bestandsaufnahme berücksichtigen. Auf diese Weise können wir einen wichtigen Beitrag zu der vielschichtigen Diskussion um das IKE im Museum und um digitale Vermittlungsangebote leisten sowie Impulse für weitere Forschungen in diesem zukunftsträchtigen Bereich geben.

Machen Sie mit und bereichern Sie diese Diskussion mit Ihren Erfahrungen! Wir freuen uns sehr auf Ihre Einblicke und auch auf Hinweise!

Bei Interesse oder Fragen wenden Sie sich gern an: Julie Piesbergen (j.piesbergen@smb.spk-berlin.de) und an Friederike Berlekamp (f.berlekamp@smb.spk-berlin.de).

Beitrag von: Dr. Friederike Berlekamp und Julie Piesbergen

Teilprojekt: Materialisierung des Immateriellen?
Teilprojekt

Materialisierung des Immateriellen?

Das museum4punkt0-Team des Instituts für Museumsforschung eruiert das Zusammen- und Wechselspiel von immateriellem Kulturerbe und digitalen Vermittlungsformaten.