Die Dinge (wieder) in Bewegung bringen

Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Die Dinge (wieder) in Bewegung bringen.

Wie lassen sich Objekte in ihrem historischen Bewegungsablauf vermitteln? Digitale Technologien bieten die Chance, historische Objekte zu reanimieren. Im 3D-animierten Raum lassen sich Funktionsweisen und zeitliche Abläufe erfassen. Die Vermittlung selbst komplexer Instrumente und Mechaniken in ihrem historischen Bedeutungskontext gelingt, indem das digitale Angebot auf die unterschiedlichen Wissensstände der Nutzer*innen abgestimmt ist und sich Informationen bedarfsgerecht vertiefen lassen.

Unsere Ziele

Wir wollen es ermöglichen, historische astronomische Instrumente 3D-animiert auf dem eigenen Smartphone kennenzulernen und auszuprobieren, auch ohne astronomische Vorkenntnisse. Neben dem Nokturnal, einer Sternenuhr zur Zeitbestimmung nachts, soll die App eine deluxe Sonnenuhr sowie einen mechanischen Himmelsglobus erfassen. Außerdem erwecken wir ein Theatrum mundi zum Leben: Die Nutzer*innen können in einer digitalen Aufführung des mechanischen Welttheaters selbst Regie führen. Das Tool ist als Forschungswerkzeug und in einfacherer Form zur Vermittlung gedacht.

Das Teilprojekt untersucht die Möglichkeiten der Darstellung von Bewegungsabläufen historischer Objekte, Fotomontage: Staatliche Kunstsammlungen Dresden, CC BY 4.0

Unsere Halbjahresbilanz

In der Puppentheatersammlung wurden auf Basis angefertigter Objektfotografien von Figuren und Kulissenteilen aus dem Theatrum mundi von Curt Kressig 3D-Modelle erstellt, die bis Ende 2021 animiert und in einen digitalen Bühnenraum implementiert werden. Für die interaktiven Anwendungen des Mathematisch-Physikalischen Salons wurden das Nokturnal und die Sonnenuhr 3D-modelliert und 20 von 24 Lernsequenzen konzipiert. Bis Ende 2021 folgen das 3D-Modell des Himmelglobus, der Rest der Lernsequenzen und ihre Implementierung in eine interaktive Lernapp. Ein Forschungstool zum kriegsbeschädigten Äquatoriums ist konzipiert und wird bereits umgesetzt.

Mikroskopuntersuchung des Äquatoriums zur Erstellung eines digitalen Forschungstools. Foto: Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Einblicke in unser Teilprojekt

Team

Dr. Martin Zavesky

Dr. Martin Zavesky

Teilprojektleitung / Referent Digitale Entwicklung, Kommunikation

Dr. Peter Plassmeyer

Dr. Peter Plassmeyer

Teilprojektleitung / Direktor Mathematisch-Physikalischer Salon

Dr. Michael Korey

Dr. Michael Korey

Oberkonservator im Mathematisch-Physikalischen Salon

Lars Rebehn

Lars Rebehn

Konservator Puppentheatersammlung

Dr. Kathi Loch

Dr. Kathi Loch

Projektleiterin „Museum der Puppentheatersammlung“

Dr. Mario Kliewer

Dr. Mario Kliewer

Wissenschaftler Mitarbeiter

Dr. Frederik Nehm

Dr. Frederik Nehm

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

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Das Teilprojekt im Blog