Forschung in Museen erklären, verstehen, mitmachen

Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz

Forschung in Museen erklären, verstehen, mitmachen

Wie gelingt digitales Mitforschen? Naturwissenschaftliche Museen vermitteln Methoden und Forschungsergebnisse, Lebensräume und ökologische Zusammenhänge. Ihre Sammlungen sind oftmals weitgehend unzugänglich. Mithilfe digitaler Technologien werden diese Inhalte erfahrbar. Neben der immersiven Vermittlung schwer zugänglicher Lebensräume gilt es, die Bürgerwissenschaft im Bereich Bodendiversität zu fördern. Neue Wege der Teilhabe an Wissenschaft und Forschung lassen sich erschließen. Dabei geht es verstärkt um die Optimierung von Nachnutzungsmöglichkeiten der entwickelten Technologien und Anwendungen.

Unsere Ziele

Aufbauend auf der bisherigen Projektarbeit erweitern wir die Zielgruppe digitaler Citizen-Science-Angebote. Ein immersives Vermittlungsformat wird das Eintauchen in den Lebensraum Grundwasser ermöglichen. Um die Nachnutzung der entwickelten Tools und Technologien zu optimieren, arbeiten wir daran, den Betreuungsaufwand für VR-Angebote zu reduzieren und Nutzungsmöglichkeiten zu erweitern. Nachgenutzt werden auch von Verbundpartnern entwickelte Anwendungen. Sammlung und Forschung können in einer raumgreifenden, interaktiven Installation im Museum entdeckt werden.

Die Citizen-Science-Angebote werden mit Fachfremden auf ihre Verständlichkeit getestet und den Resultaten entsprechend optimiert, Foto: Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz / Laila Ries, CC BY 4.0

Teilprojekt bis 2020

Nutzer*innen der Virtual Reality-Anwendung „Abenteuer Bodenleben“ begegnen, auf die Größe einer Landassel verkleinert, Bodenorganismen nahezu auf Augenhöhe. Das immersive Erlebnis schafft Zugang zu verborgenen Lebensräumen. Zwei weitere Formate ermutigen Bürger*innen zur Beteiligung an Wissenschaft. Über die Webseite und App „BODENTIER hoch 4“ erhalten sowohl Anfänger*innen als auch Spezialist*innen ein interaktives Hilfsmittel zur Bestimmung von Bodentieren. Private Landschaftsfotos können über ein Webportal der Forschung zu Landschaftsveränderungen zur Verfügung gestellt werden. Eine virtuelle Reise durch Raum und Zeit vermittelt die Veränderung des Neißetals über zwei Jahrtausende.

Film zum museum4punkt0-Teilprojekt „Forschung in Museen erklären, verstehen, mitmachen“ des Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz (Stand: Oktober 2020):

Bodentiere richtig bestimmen mit dem Online-Portal BODENTIER hoch 4, Foto: E. Iorio, J. Rosenberg, D. Carrascal/ Dindin, CC BY 4.0
Bodentiere richtig bestimmen mit dem Online-Portal BODENTIER hoch 4, Foto: E. Iorio, J. Rosenberg, D. Carrascal/ Dindin, CC BY 4.0

App BODENTIERhoch4 –ERLEBEN –ERKENNEN –ERFASSEN –ERFORSCHEN

Mit der Citizen Science-App BODENTIERhoch4 lernen Nutzer*innen die Welt unter ihren Füßen und deren Bewohner, die Bodentiere, kennen und erfahren wie diese bestimmt werden. Gemeldete Funde von Hundertfüßern, Doppelfüßern und Landasseln sind für Bodentierforscher*innen weltweit nützlich.

Landschaftsfotoportal: ERHALTEN. ERSCHLIEßEN. NUTZBAR MACHEN.

Die digitale Fotosammlung dokumentiertden Wandel der Lebensräume im vergangenen Jahrhundert undsteht für Forschungszwecke zur Verfügung. Bürgerwissenschaftler*innen können eigeneFotos bereitstellen und so einen wichtigen Beitrag zur Biodiversitätsforschung leisten.

Informationsquellen für Biodiversitätsforschung auf einer Online-Fotoplattform nutzbar zu machen. © Anke U. Neumeister
Informationsquellen für Biodiversitätsforschung auf einer Online-Fotoplattform nutzbar zu machen. © Anke U. Neumeister
Das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz lässt BesucherInnen über Virtual Reality die verborgene Welt der Bodenlebewesen erkunden © Uwe Vaartjes
Das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz lässt BesucherInnen über Virtual Reality die verborgene Welt der Bodenlebewesen erkunden © Uwe Vaartjes

Verborgene Lebensräume entdecken – Die Virtual Reality Anwendung Abenteuer Bodenleben

Mit einer Virtual Reality-Brille erkunden Nutzer*innen den Bodenlebensraum in der Laubstreu, dem Porenraum sowie dem Wasserfilm des Bodens und treffen dort deren typische Bewohner auf Augenhöhe. Ein immersives Erlebnis aus der Perspektive einer Landassel.

Unsere Halbjahresbilanz

In der ersten Projektphase 2021 launchten wir nach internen Nutzer*innen-Tests die gleichnamige App zum Portal „BODENTIER hoch 4“ (Google Play Store, App Store). In den von uns durchgeführten Workshops bestimmten Nutzer*innen ihre ersten Bodentiere und meldeten ihre Funde an die Forschungsdatenbank. Die Möglichkeiten zur Nachnutzung von Anwendungen aus dem Verbund wurden evaluiert und die Implementierung der App „Mein Objekt“ für unser Museum beauftragt. Zudem stießen wir die Inhaltsentwicklung in internen Kickoffs an. Wir nahmen erste Anpassungen an unserer VR-Anwendung „Abenteuer Bodenleben“ vor, um den Betreuungsaufwand zu reduzieren. Für die Vermittlung des Lebensraums Grundwasser und seiner Bewohner wurde eine immersive Anwendung ausgeschrieben, die durch ein innovatives, volumetrisches Display ergänzt werden soll.

Die entwickelten Anwendungen wollen natürlich auch der Öffentlichkeit präsentiert werden: Für Pressebilder zum BODENTIERhoch4-Workshop wird hier kurzerhand das ganze Team eingespannt. Foto: Paul Glaser, CC BY-NC-ND 4.0

Einblicke in unser Teilprojekt

Team

Prof. Dr. Willi Xylander

Prof. Dr. Willi Xylander

Teilprojektleitung / Direktor, Abteilungsleiter und Sektionsleiter, Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz

Kristin Baber

Kristin Baber

Teilprojektkoordination / Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Lisa Janke

Lisa Janke

Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Koordinatorin

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Das Teilprojekt im Blog

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