ZeitzeugenFragen. Eine interaktive Videoinstallation zur Multiperspektivität von Geschichte

Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

ZeitzeugenFragen. Eine interaktive Videoinstallation zur Multiperspektivität von Geschichte

Wie lässt sich aufzeigen, dass Geschichte uns alle betrifft? Und wie vermittelt man, wie unterschiedlich Geschichte erlebt wurde und wird? Das moderne zeithistorische Museum lässt in der Ausstellung und im Netz Zeitzeug*innen sprechen, um die Multiperspektivität von Geschichte zu verdeutlichen. Insbesondere digitale Vermittlungsangebote, die sich an modernen Nutzungs- und Rezeptionsgewohnheiten orientieren, ermöglichen dabei einen niedrigschwelligen Zugang.

Unsere Ziele

Die Stiftung Haus der Geschichte vertieft mit dem Projekt ihre Entwicklungen zeitgemäßer Präsentationsformate von Zeitzeug*innen in Ausstellungen. Mit einer neuartigen, raumgreifenden Medieninstallation soll es für Besucher*innen künftig möglich sein, vielfältige Stimmen erzählter Geschichte zu den Ereignissen rund um die friedliche Revolution und den Mauerfall 1989/90 interaktiv zu entdecken. Eine intuitive Benutzeroberfläche soll zur aktiven Beschäftigung mit den Inhalten motivieren. Verbindungen zwischen einzelnen Aussagen unterschiedlicher Zeitzeug*innen eröffnen einen multiperspektivischen Blick auf die Ereignisse.

Dauerausstellung im Berliner Tränenpalast
Die vor Ort und online rezipierbaren Zeitzeugenberichte können, miteinander in Bezug gesetzt, ein multiperspektivisches Bild historischer Ereignisse vermitteln, Foto: Stiftung Haus der Geschichte / Stefan Klonk, CC BY-NC 3.0 DE

Unsere Halbjahresbilanz

In der ersten Projektphase konnten wir ca. 650 Videoclips von ca. 250 Zeitzeug*innen erschließen, deren Erzählungen den Zeitraum 1989/90 umfassen. Im Team erarbeiten wir neue Strategien, um die verschiedenen Ebenen der erzählten Geschichten zugänglich zu machen und Museumsbesucher*innen mit den videografierten Zeitzeug*innen in Kontakt zu bringen. Aktuell entsteht ein Konzept für eine Schnittstelle, die es Besucher*innen anhand von visueller Kommunikation ermöglichen soll, historische Ereignisse, Alltagserfahrungen und Gefühlsäußerungen verschiedener Zeitzeug*innen genauer in den Blick zu nehmen.   

Zeitzeug*innen wie Roswitha Klekottka-Last erzählen sehr individuelle und persönliche Geschichten. In einer neuartigen, raumgreifenden Medieninstallation soll es Ausstellungsbesucher*innen ermöglicht werden, diese vielfältigen Stimmen erzählter Geschichte intuitiv und interaktiv zu entdecken. Foto: Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

Einblicke in unser Teilprojekt

Team

Dr. Ruth Rosenberger

Dr. Ruth Rosenberger

Teilprojektleitung / Direktorin Digitale Dienste

Dr. Markus Würz

Dr. Markus Würz

Teilprojektkoordination / Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Janek Cordes

Janek Cordes

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Markus Raulf

Markus Raulf

Wissenschaftlicher Mitarbeiter / Datenmanager

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Das Teilprojekt im Blog