Future Walk. Ein interaktives Hörerlebnis für das Kulturforum und seine Museen

Ein interaktives Hörerlebnis für das Kulturforum und seine Museen, Graphik: Staatliche Museen zu Berlin / Stephanie F. Scholz, CC BY 4.0

Überblick

Die Future Walk App lädt die Besucher*innen ein, die bedeutsamen Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin am Kulturforum mit einem ortsspezifischen, auditiven und visuellen Rundgang auf immersive und interaktive Weise zu erleben.

Bibliographische Angaben

Institution
Staatliche Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
Teilprojekt
(De-)Coding Culture. Kulturelle Kompetenz im Digitalen Raum
Autor*innen
Ceren Topcu
Veröffentlicht
15.12.2020
Lizenz der Publikation
CC BY 4.0
Kontakt
Timo Schuhmacher
Staatlichen Museen zu Berlin
m4p0.m1@smb.spk-berlin.de

Entwicklung

Die Future Walk App lädt die Besucher*innen ein, die bedeutsamen Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin am Kulturforum mit ortsspezifischen, auditiven und visuellen Rundgängen auf immersive und interaktive Weise zu erleben. Von der einzigartigen Architektur und den Geschichten der Sammlungen und Objekte am Ort inspiriert wurde eine futuristische Erzählung durch die Staatlichen Museen am Kulturforum geschaffen, der die Besucher*innen nachgehen und so das Kulturforum ganz neu entdecken können. Mit dem Start der Anwendung werden die Besucher*innen von einer unbekannten Stimme aus einer unbestimmten Zukunft kontaktiert und finden sich in Rundgängen, in einer Reihe spannender Geschichten und Erlebnisse wieder. Die in die Erzählung integrierten Navigation-Assets führen die Besucher*innen durch vordefinierte Innen- und Außenbereiche des Kulturforums und schaffen es, den Ort, die Sammlungen und die Objekte am Kulturforum spannend und erlebnisorientiert zu vermitteln.

Teaser Future Walk, Video: museum4punkt0, CC BY 4.0

Inhaltliches Konzept

Das Konzept für die Anwendung steht auf zwei Säulen. Zum einen ist die narrative Verknüpfung von Objekt-, Werk- und Ortsgeschichte (Storytelling) im Rahmen verschiedener Erzählstränge von essentieller Bedeutung und zum anderen der Einsatz digitaler Navigationstechnologien, sowohl in den Indoor- als auch in den Outdoor-Bereichen, zur Erweiterung und Verbesserung des Leit- und Informationssystems der SMB.  Das etablierte Vermittlungsangebot „Audioguide“ war der Ausgangspunkt, der innovativ weiterentwickelt werden sollte.

Indem sich die verschiedenen, überwiegend auditiv inszenierten Orte zu einer gemeinsamen Geschichte – einer Storyworld – zusammenfügen und wie eine zweite Ebene über den Ort legen, bietet die Anwendung ein aktives und immersives Museumserlebnis. Die Besucher*innen bewegen sich ununterbrochen von Kunstwerk zu Kunstwerk, von Museum zu Museum, von Geschichte zu Geschichte, die sich so fließend miteinander verbinden.

Das Drehbuch für die interaktiven Rundgänge wird mithilfe eines spekulativen Design-Ansatzes (Design Fiction) erstellt, der das Konzept „Museum der Zukunft“ erforscht und Einblicke in mögliche Perspektiven gewährt. Mit dem Projekt „Future Walk“ erweitern wir das Besuchserlebnis mittels neuer digitaler Medien und Erzähltechniken. Dabei zielen wir darauf ab, die aktive Selbsterkundung der Sammlungen vor Ort zu fördern und den Museumsstandort Kulturforum für ein breiteres Publikum zu öffnen.

Kolleg*innen der Museen am Kulturforum testen die App „Future Walk“ im Kunstgewerbemuseum, Foto: Staatliche Museen zu Berlin / Neeeu Spaces GmbH, CC BY 4.0

Technisches Konzept

Die Future Walk App ist eine native App. Sie wurde für Nutzer*innen von iOS und Android entwickelt. Die von der App angebotenen vier interaktiven Rundgänge können mit einem mobilen Gerät (Handy & Tablet) und Kopfhörern vor Ort – in den Museen oder im öffentlichen Raum im Kulturforum – unternommen werden. 

Im Projekt werden für die Navigation Bluetooth Beacons und GPS-Technologien eingesetzt. Für die Interaktionen kommt Augmented Reality im Sinne einer visuellen Überlagerung der Realität sowie Audio-AR zum Einsatz.

Screenshot aus der App „Future Walk“, Foto: Staatliche Museen zu Berlin / NEEEU Spaces GmbH, CC BY ND 4.0

Implementierung

Die Implementierung erfolgte über die Entwicklungsplattfom Unity. Für die Augmented Reality Features wurden zusätzlich Apple ARKit und Google ARCore eingesetzt.

Miteinander statt füreinander. Inklusions-Expert*innen in eigener Sache und das Projektteam beim Workshop im Kulturforum, Foto: Staatliche Museen zu Berlin / Timo Schuhmacher, CC BY 4.0
Miteinander statt füreinander. Inklusions-Expert*innen in eigener Sache und das Projektteam beim Workshop im Kulturforum, Foto: Staatliche Museen zu Berlin / Timo Schuhmacher, CC BY 4.0

Weitere Ergebnisse im Teilprojekt

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