11. November 2020
Assoziierter Partner, Verbundarbeit, Wissenstransfer

Innovationsentwicklung für 15 Museen

Peter Plaßmeyer (Direktor den Mathematisch-Physikalischen-Salon) und Martin Zavesky (Referent Digitale Strategie) über die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und museum4punkt0.

Ausstellung im Mathematisch-Physikalischem Salon, Planetenuhr von Eberhard Baldewein, Hans Bucher, Hermann Diepel, Kassel 1563-1568
Ausstellung im Mathematisch-Physikalischem Salon, Planetenuhr von Eberhard Baldewein, Hans Bucher, Hermann Diepel, Kassel 1563-1568, SKD, Foto: Ronald Bonns, CC BY 4.0

Die Staatliche Kunstsammlungen Dresden sind assoziierter Partner von museum4punkt0. Was versprechen Sie sich von der Zusammenarbeit?

Der Austausch mit den anderen Partnern sowie die spannenden Lösungen sind für uns eine wesentliche Motivation am Projekt teilzunehmen. Ebenfalls möchten wir unsere digitalen Aktivitäten weiterentwickeln.

Welche digitalen Angebote können BesucherInnen Ihres Museums / Ihrer Häuser bereits nutzen?

Wir bieten vor allem im Internet umfangreiche Möglichkeiten sich mit unseren Inhalten und Ausstellungen zu befassen. So gibt es beispielsweise Panoramarundgänge, eine Online-Collection, Livestreams oder unsere Social Media Aktivtäten. Aber auch innerhalb der Ausstellungen werden mit einem webbasierten Multimedia Guide System oder interaktiven Medienstationen ergänzende Inhalte vermittelt. In Sonderausstellen werden darüber hinaus auch Virtual Reality oder Augmented Reality Anwendungen eingesetzt.

Wie würde Ihre persönliche Visitor Journey rundum Ihr Museum und darin aussehen?

Wichtig ist den Museumsbesuch als Ganzes zu sehen. Dies beginnt bereits mit dem „Abholen“ der BesucherInnen entweder im Rahmen unserer Webseitenpräsentation oder durch unsere zum Teil interaktiven Displays, welche sich innerhalb und außerhalb unserer Gebäude befinden. Hierbei soll ein Besuch schmackhaft gemacht werden und ein erster Blick auf die Themen erfolgen. Wesentlich ist natürlich immer noch das Original während des Besuches. Digitale Anwendungen können hier dazu beitragen Dinge besser zu verstehen und einzuordnen. Im Nachgang stehen dann Angebote bereit sich zu vertiefen. Der Forschungskanal und die Online-Collection sind hierbei stellvertretend zu nennen.

Welche Erfahrungen und Erkenntnisse hinsichtlich des Nutzungsinteresses digitaler Museumsangebote nehmen Sie mit aus der Zeit notwendiger Einschränkungen des regulären Betriebs?

Die digitale Präsentation vor allem als Vermittlungselement aber auch als generelle Zugangsmöglichkeit hat sicherlich einen neuen Stellenwert gewonnen. Auch die Möglichkeiten von Interaktion beispielsweise während eines Livestreams in Sozialen Medien wird zunehmend auch im Museumsumfeld als eine legitime Form der Kommunikation gesehen. Generell war selbstverständlich eine gewisse Verlagerung auf unsere digitalen Angebote zu verzeichnen.

Wo sehen Sie Möglichkeiten, Synergien mit anderen Institutionen der deutschen Museumslandschaft zu nutzen? Wo sehen Sie in diesem Zusammenhang die Chancen von museum4punkt0?

museum4punkt0 stellt wichtige Fragen in Bezug auf die zukünftigen Möglichkeiten aber auch Zielstellungen digitaler Angebote in den Museen. Damit wird eine der übergreifenden Schlüsselfragen für moderne Ausstellungsgestaltung und Museumsarbeit aufgegriffen, deren Beantwortung in viele Bereich und Institutionen der Museumsarbeit hineinreicht. Die Vernetzung von Inhalten so wie sie beispielsweise die Deutsche Digitale Bibliothek anbietet, hat gezeigt welche Potentiale in der Zusammenarbeit und dem Austausch der Institutionen liegt. Ebenfalls ist es sehr wichtig, dass Ideen und Konzepte aber auch hervorragende Anwendungen allen Interessenten zugänglich und nutzbar gemacht werden.

Beitrag von: Dr. Peter Plaßmeyer und Dr. Martin Zavesky

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