25. Juni 2021
Technische Umsetzung, Vermittlungskonzepte

3D-Digitalisierung für die Kulturvermittlung: Was möchten Sie wissen?

In der nächsten museum4punkt0 | Impulse-Veranstaltung diskutieren wir mit Ihnen zu „3D-Digitalisierung! Aber wofür?“ – vorab ein Blick auf Ihre Fragen.

Grafik: Stiftung Preußische Kulturbesitz / museum4punkt0 / Julia Rhein, CC BY 4.0

Die 3D-Digitalisierung von Museumsobjekten kann einen enormen Mehrwert für die Kulturvermittlung bieten. Doch was genau soll vermittelt werden? Welche Objekte eignen sich und welche nicht? Welche Technik ist für welches Objekt die richtige? Die Anforderungen an die Vermittlung können ganz andere als die der Forschung sein. Selbstverständlich gibt es mehrere Möglichkeiten, um zum Ziel zu kommen. Das Vermittlungsziel muss klar definiert sein, technische sowie finanzielle Möglichkeiten müssen in der Konzeption eines Digitalisierungs- und Vermittlungskonzepts genau miteinanderabgewogen werden: Reicht ein 3D-Scan oder muss ein digitales Modell erschaffen werden? Soll Augmented Reality genutzt werden oder bietet sich Virtual Reality an, da das „Eintauchen“ in ein Objekt zum Beispiel dessen Funktionsweise näherbringen kann? Mit Fragen wie diesen möchten wir uns in unserer kommenden museum4punkt0 | Impulse-Veranstaltung „3D-Digitalisierung! Aber wofür?“ beschäftigen.

Georg Hohmann, langjähriger Leiter der Abteilung „Digital“ im Deutschen Museum und der Leiter des museum4punkt0-Teilprojektes „Perspektiven dreidimensionaler Visualisierungen in der musealen Vermittlung“ wird in seinem Vortrag die Möglichkeiten der 3D-Digitalisierung aufzeigen und insbesondere darauf eingehen, wie diese für die Vermittlung genutzt werden können. Claus Henkensiefken, ebenfalls im Münchner Teilprojekt tätig, wird anhand verschiedener Beispiele, die er für das Deutsche Museum realisiert hat, Vermittlungsszenarien aufzeigen. Anschließend wird Dr. Mario Kliewer aus dem Teilprojekt „Die Dinge (wieder) in Bewegung bringen“ der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden anhand eines Theatrum mundi der Puppentheatersammlung eine Möglichkeit vorstellen, wie sich Objekte in ihrem historischen Bewegungsablauf vermitteln lassen.

Begleitet werden die Projektvorstellungen von Fishbowl-Diskussionen, denn anhand dieser Beispiele möchten wir gemeinsam mit dem Publikum Perspektiven der 3D-Digitalisierung für Museen diskutieren. Fragen wie dieses haben uns mit den Anmeldungen bereits erreicht:

  • Was ist bei der Visualisierung von Objekten für die Vermittlungsarbeit nützlich und was ist eher für die wissenschaftliche Auswertung bei der 3D-Digitalisierung zu beachten?
  • Welche konkreten Rechenleistungen, Arbeitsspeicher und dergleichen gehören zur technischen Ausrüstung für die jeweiligen Digitalisierungstechniken (ohne, dass die Antwort einfach nur heißt: „ausreichend“)?
  • Welche Voraussetzungen müssen in den Arbeitsprozessen geschaffen werden und was muss bei der Langzeitarchivierung beachtet werden? Mit welchem Server-Speicherbedarf sollte man bei groß angelegten 3D-Visualisierungsprojekten für das Museum rechnen?

Sehr viele Kolleg*innen, die sich angemeldet haben, arbeiten derzeit an konkreten Vermittlungs-und Digitalisierungsprojekten und freuen sich, wie wir auch, auf einen regen Austausch zum Thema. Welche Fragen haben Sie? Melden Sie sich an! Wir freuen uns auf Sie!

Beitrag von: Dr. Maite Kallweit und Dr. Silke Krohn

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