3D-Digitalisierung im Museum – Erläuterungen zu Scanverfahren und deren Anwendung

Predigender Mönch, Bildmontage
Predigender Mönch, Bildmontage: Deutsches Museum Digital, CC BY-SA 4.0

Überblick

Der vorliegende Text gibt einen Überblick über 3D-Scanverfahren, die im musealen Kontext zum Einsatz kommen, und gibt Entscheidungshilfen für die Auswahl passender Systeme, abhängig vom Anwendungsszenario. Er beschreibt anhand von Beispielen eventuelle Herausforderungen im Scanprozess und mögliche Lösungsansätze. Es werden Methoden zur Aufbereitung der Scandaten beschrieben und exemplarisch Anwendungsmöglichkeiten aufgezeigt, bei denen die 3D-Digitalisierung klassische Entwicklungsprozesse im Museum unterstützen kann.

Bibliographische Angaben

Institution
Deutsches Museum von Meisterwerken der Naturwissenschaft und Technik
Teilprojekt
Perspektiven dreidimensionaler Visualisierungen in der musealen Vermittlung
Autor*innen
Claus Henkensiefken
Veröffentlicht
01.02.2022
Lizenz der Publikation
CC BY-SA 4.0
Kontakt
Claus Henkensiefken
Deutsches Museum
c.henkensiefken@deutsches-museum.de

Vorüberlegungen

Die 3D-Digitalisierung nimmt einen immer höheren Stellenwert ein, auch im musealen Bereich, sei es aus Gründen der Bereitstellung von 3D-Daten für die Forschung, an Medienstationen in der Ausstellung, oder für die Präsentation im Internet. Die Masse an potentiellen Objekten für die Digitalisierung macht es für viele Museen sinnvoll, intern Kapazitäten für eine Umsetzung dieser Maßnahmen aufzubauen.

Der vorliegende Text soll einen kurzen Überblick geben, welche Möglichkeiten sich ergeben, aber auch, welcher Aufwand betrieben werden muss.

Methode

Zunächst wird ein Überblick gegeben über die Grundprinzipien der im musealen Bereich gängigen 3D-Scanverfahren (Time of Flight, Triangulation und CT).

Es folgt eine Auflistung von Auswahlkriterien (Auflösung, Genauigkeit, Geschwindigkeit, Arbeitsbereich, Farbwiedergabe, Mobilität), anhand derer man je nach Einsatzszenario das geeignete Verfahren identifizieren kann.

Eine Beschreibung von möglichen Problemen, die aufgrund ungünstiger Objektformen und Materialeigenschaften auftreten können, gibt einen Eindruck davon, was man von einem 3D-Scan als im Ergebnis erwarten kann.

Durchführung

Anhand von einigen durchgeführten Beispielen werden die benannten Probleme anschaulich dargestellt. Dabei werden unterschiedliche Scanverfahren miteinander verglichen. Es werden zudem weiterführende Bearbeitungsmöglichkeiten für verschiedene Einsatzzwecke der erzeugten 3D-Daten beschrieben.

Nachnutzung

Die erzeugten 3D-Scandaten dienen nicht nur Archivierung der Informationen oder einer Veröffentlichung im Internet. Sie können für unterschiedliche Zwecke verwendet werden. Hier werden einige Beispiele aufgeführt, wie zum Beispiel Kunstinstallationen und die Einbindung in Werkstattprozesse.

Auswertung

Die Ausführungen in diesem Text können für andere Museen den Einstieg in die 3D-Digitalisierung erleichtern. Er werden Grundlagen erläutert und mögliche Probleme aufgeführt. Dies soll helfen, zu Beginn der eigenen Aktivitäten einen gangbaren Pfad zu identifizieren.

Erfahrungen

Der vorliegende Leitfaden ist als Zwischenergebnis unsere bisherigen Erfahrungen mit der 3D-Digitalisierung anzusehen. Die Tätigkeiten in diesem Bereich werden fortgeführt und so werden auch zukünftig neue Erkenntnisse und Beispiele in das Dokument einfließen.

Anhang

Anhang A: 3D-Digitalisierungsleitfaden

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