Werkschau & Konferenz
Digitale Vermittlung —
vernetzt entwickeln und testen
01. & 02. November 2021
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„Vergangene Zukunft“ digital

Stiftung Deutsches Historisches Museum

Wie lässt sich vermitteln, dass Geschichte ein offener Prozess ist? Dass der Geschichtsverlauf das Ergebnis von konkreten Entscheidungen und Handlungen, aber auch von Zufällen und dem Zusammentreffen verschiedenster Umstände ist? Bei der Vermittlung dieses Gedankens sprechen die Objekte eines Museums nicht für sich, sondern sind auf Kontextualisierung angewiesen. Besonders digitale Medien haben das Potenzial, das Mögliche neben dem Faktischen aufzuzeigen: Im digitalen Spiel entscheiden die Spieler*innen selbst über den Verlauf der Geschichte – und können mit dem Reset-Button alles auf Anfang setzen.

Unsere Ziele

Wir entwickeln einen digitalen Prototyp, der spielerisch und interaktiv die Offenheit geschichtlicher Prozesse vermittelt. Die vor Ort nutzbare Anwendung entsteht im Kontext unserer Interimsausstellung „Roads not Taken. Eine andere deutsche Geschichte“ (Arbeitstitel), die Elemente und Methoden einer kontrafaktischen Geschichtsschreibung aufgreift und dabei historische Wendepunkte in den Blick nimmt. Ziel ist es, mithilfe der Spiel-Prinzipien von „Serious Games“ die Spannung zwischen Wirklichkeit und Möglichkeit zu vermitteln und einen perspektivenreichen Blick auf historische Entscheidungssituationen und unterschiedliche Zukunftserwartungen anzubieten.

Die spielerische Annährung an die Vielschichtigkeit geschichtlicher Ereignisse soll den Blick auf die Geschichte erweitern und zu eigenen Überlegungen anregen. Foto: Deutsches Historisches Museum / Thomas Bruns. CC BY-NC-ND 4.0

Unsere Halbjahresbilanz

Unser Projektteam, seit Mai 2021 vollständig besetzt, ist mit zwei historischen Wendepunkten in die Erarbeitung des inhaltlichen Grobkonzepts gestartet: „Attentat auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944“ und „Weltwirtschaftskrise: Die Deflationspolitik der Regierung Brüning“. Ende Mai wurde unser Team durch die Berliner Games-Produktionsfirma Playing History verstärkt, die aus einem Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb als Favorit hervorging. Nach tiefgehender Diskussion fiel die endgültige Entscheidung auf einen dritten Wendepunkt: „Friedliche Revolution/Mauerfall 1989“, der für ein breites, auch internationales Publikum leicht zugänglich ist und eine starke Brücke in die Gegenwart schlägt. Aktuell erarbeiten wir Story und konkrete Inhalte der spielerischen Anwendung.

Als Ausgangspunkt für das digitale Spiel im Museum sollen konkrete Sammlungsobjekte dienen. Vor der Schließung unserer Dauerausstellung recherchierten wir im Zeughaus nach möglichen Objekten. Foto: Deutsches Historisches Museum / Thomas Bruns. CC BY-NC-ND 4.0

Einblicke in unser Teilprojekt

Team

Elisabeth Breitkopf-Bruckschen

Elisabeth Breitkopf-Bruckschen

Teilprojektleitung / Stabsstelle Gremienarbeit & Kooperationen

Fritz Backhaus

Fritz Backhaus

Teilprojektleitung / Abteilungsdirektor Sammlungen

Niels Hölmer

Niels Hölmer

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Ulrike Kuschel

Ulrike Kuschel

Teilprojektkoordination

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Das Teilprojekt im Blog

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