digitale Anwendung Augmentation

AR-Diorama Spätrömische Töpferwerkstatt – Prototyp zur Augmentierung von Dioramen

Der Prototyp ist im Rahmen eines AR-Ideenwettbewerbs entstanden. Erprobt wird die Möglichkeit einer Augmentierung von Dioramen mit digitalen Inhalten. Ziel ist es, dass sich MuseumsbesucherInnen mithilfe der 3D-Visualisierungen und Animationen die historische Szene erschließen und intensiver damit beschäftigen können. Weiterhin bietet die Anwendung die Möglichkeit, Zusatzinformationen abzurufen.

Informationen zur Nachnutzung
AR-Diorama: Übersichtsdarstellung

AR-Diorama: Übersichtsdarstellung, Abbildung: Deutsches Museum, CC BY 4.0

Das Diorama „Spätrömische Töpferwerkstatt“ befindet sich in der Keramik-Ausstellung im Deutschen Museum. Es zeigt in einer Momentaufnahme die Tätigkeiten in einer solchen Töpferei. Über die AR-Demo werden die Handlungen einiger Figuren animiert dargestellt und mit weiteren Texten näher erklärt.

Mit einer solchen Anwendung soll die Verweildauer der BesucherInnen vor einem Diorama verlängert werden, indem dazu angeregt wird, sich näher mit der Szene zu beschäftigen. Das Diorama im Deutschen Museum wird ursprünglich nur mit einem sehr kurzen Text in der Ausstellung beschrieben. Die NutzerInnen der App können sich nähere Erläuterungen anzeigen (oder später erzählen) lassen. Zusätzlich können über die App Informationen abgerufen werden, die erläutern, wie ein Diorama entsteht.

Den größten Mehrwert stellt wohl die Belebung des Exponats dar. Der Schornstein spuckt Qualm aus. Bei Klick auf einzelne Figuren erscheint eine Sternchenwolke, aus der sich eine animierte Figur löst. So beginnt der Töpfer die Scheibe zu drehen oder eine Frau lässt beim Transport einen Krug fallen. Dieser Effekt ist „magisch“ und hat einen hohen Unterhaltungswert. Er kann dazu führen, dass sich Besuchende vermehrt zu dem Exponat begeben werden und anschließend im Bekanntenkreis von Ihrem Erlebnis erzählen.

Die Demo-App dient der internen Evaluierung von AR-Anwendungsszenarien im Museum und soll KuratorInnen zu eigenen Projektideen anregen.

Konzept im Überblick

Zielgruppe
Interessierte jeden Alters
Vermittlungsansatz
Selbsterkundung mittels Augmented-Reality-Technologie
Format
native App (iOS, Android)
Anwendungsbereich
innerhalb des Museums

Nachnutzung der Erfahrung

Veröffentlichung der Projektergebnisse

Die Projektdateien werden im Laufe des Jahres 2020 als Download bereitgestellt. Die Erfahrungen aus der Projektarbeit werden aufbereitet und veröffentlicht.

Ansprechperson

Claus Henkensiefken, Deutsches Museum 

Mehr erfahren

Blog-Beitrag: „Über den Tellerrand: kreativer Einsatz von AR und VR im Museum“ (7. Mai 2020)