AR-Diorama Spätrömische Töpferwerkstatt – Prototyp zur Augmentierung von Dioramen

AR-Diorama: Übersichtsdarstellung
AR-Diorama: Übersichtsdarstellung, Abbildung: Deutsches Museum, CC BY 4.0

Überblick

Der Prototyp ist im Rahmen eines AR-Ideenwettbewerbs entstanden. Erprobt wird die Möglichkeit einer Augmentierung von Dioramen mit digitalen Inhalten. Ziel ist es, dass sich Museumsbesucher*innen mithilfe der 3D-Visualisierungen und Animationen die historische Szene erschließen und intensiver damit beschäftigen können. Weiterhin bietet die Anwendung die Möglichkeit, Zusatzinformationen abzurufen.

Bibliographische Angaben

Institution
Deutsches Museum von Meisterwerken der Naturwissenschaft und Technik
Teilprojekt
Perspektiven dreidimensionaler Visualisierungen in der musealen Vermittlung
Autor*innen
Claus Henkensiefken
Veröffentlicht
01.05.2020
Lizenz der Publikation
CC BY 4.0
Kontakt
Claus Henkensiefken
Deutsches Museum
c.henkensiefken@deutsches-museum.de

Entwicklung

Das Diorama „Spätrömische Töpferwerkstatt“ befindet sich in der Keramik-Ausstellung im Deutschen Museum. Es zeigt in einer Momentaufnahme die Tätigkeiten in einer solchen Töpferei. Über die AR-Demo werden die Handlungen einiger Figuren animiert dargestellt und mit weiteren Texten näher erklärt.

Mit einer solchen Anwendung soll die Verweildauer der Besucher*innen vor einem Diorama verlängert werden, indem dazu angeregt wird, sich näher mit der Szene zu beschäftigen. Das Diorama im Deutschen Museum wird ursprünglich nur mit einem sehr kurzen Text in der Ausstellung beschrieben. Die Nutzer*innen der App können sich nähere Erläuterungen anzeigen (oder später erzählen) lassen. Zusätzlich können über die App Informationen abgerufen werden, die erläutern, wie ein Diorama entsteht.

Den größten Mehrwert stellt wohl die Belebung des Exponats dar. Der Schornstein spuckt Qualm aus. Bei Klick auf einzelne Figuren erscheint eine Sternchenwolke, aus der sich eine animierte Figur löst. So beginnt der Töpfer die Scheibe zu drehen oder eine Frau lässt beim Transport einen Krug fallen. Dieser Effekt ist „magisch“ und hat einen hohen Unterhaltungswert. Er kann dazu führen, dass sich Besuchende vermehrt zu dem Exponat begeben werden und anschließend im Bekanntenkreis von Ihrem Erlebnis erzählen.

Die Demo-App dient der internen Evaluierung von AR-Anwendungsszenarien im Museum und soll Kurator*innen zu eigenen Projektideen anregen.

Konzept im Überblick

Zielgruppe
Interessierte jeden Alters
Vermittlungsansatz
Selbsterkundung mittels Augmented-Reality-Technologie
Format
native App (iOS, Android)
Anwendungsbereich
innerhalb des Museums

Nachnutzung

Konzept zur Nachnutzung (als PDF)

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