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Rettet die Spielebücher – Robo gegen die Papierfresser

Das Browsergame vermittelt Kindern von sechs bis zehn Jahren anhand einfacher interaktiver Rätsel, eingebettet in eine Story, die materiellen Besonderheiten historischer Bewegungs- und Spielbilderbücher aus dem Bestand der Staatsbibliothek zu Berlin. Die Entwicklung erfolgte auf der Grundlage von „ExpertInnenworkshops“ mit GrundschülerInnen von sechs bis zwölf Jahren. Gemeinsam mit ihnen wurde herausgearbeitet, welche Spielprinzipien, Avatare, Geschichten und Stile sie interessieren.

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Entstanden im Teilprojekt
"Zentrale wissenschaftliche Projektsteuerung"
Bearbeitungsstand

in Entwicklung

in-game-Grafik Bewegungsbücher Spiel

Szene aus dem Spiel: Der kleine Bücherretter - ein Roboter - umgeben von Seiten eines Aufstellbuches, in-Game-Grafik: Jester Blank BgR, CC BY 4.0

Bewegungs- und Spielbilderbücher sind dynamische Buchobjekte und lassen sich nicht statisch erklären und rezipieren. Erst durch die Interaktion und die dadurch ausgelöste Bewegung im Buch oder durch das Aufstellen und neu kombinieren von Szenen entfaltet sich der Inhalt der Bücher. Um das historische Material auch für Kinder interessant und anregend zur Verfügung zu stellen, deren Nutzungsgewohnheiten von Bildschirm- und Handygames geprägt sind, werden im Browsergame „Rettet die Spielebücher – Robo gegen die Papierfresser“ die Spielprinzipien der Bücher mit denen von einfachen digitalen Games vereint.

Vermittlungsziel

Das Browsergame soll ein Kennenlernen der Spiel- und Bewegungsbücher und deren Mechanik und Funktionen ermöglichen.

Konzept im Überblick

Zielgruppe
Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren
Vermittlungsansatz
spielerische Interaktion
Format
Computerspiel, spielbar in gängigen Webbrowsern

Seit dem 17. Jahrhundert regen sogenannte Bewegungs- und Spielbilderbücher Generationen von Kindern dazu an, die Welt spielerisch durch einfache Interaktionen zu entdecken. Auf sich wiederholenden Interaktionsmustern beruht auch das Browsergame.

In insgesamt drei Leveln mit steigendem Schwierigkeitsgrad bekommen die Kinder die Aufgabe, im Labyrinth eines Aufstellbuchs – der kulissenhafte „Stadtpark“ von Lothar Meggendorfer aus dem Jahr 1887 – verlorengegangene Teile aus verschiedenen Spielebüchern einzusammeln, die Bücher damit zu reparieren und schließlich die Papierfresser zu vertreiben.

Dabei lernen die Kinder spielerisch die Funktionsweisen der Bücher kennen. Den Kindern steht im Game eine Auswahl an Robotern zur Seite, die sie für die Erfüllung dieser Aufgabe durch das Labyrinth manövrieren. Bücherwürmer geben Tipps und Hinweise zum Lösen der Aufgaben. Die Level sind jeweils in drei Teilen strukturiert, die unterschiedliche Spiel- und Interaktionsprinzipien vereinen:

  • Adventure Part: umfasst die Suche nach den Büchern und fehlenden Teilen
  • Puzzle Part: beinhaltet die Reparatur der Bücher
  • Action Part: Hier werden die nunmehr reparierten Bücher dazu eingesetzt, mit den beweglichen Figuren auf die Feinde zu zielen und die Papierfresser endgültig zu vertreiben.

Insbesondere Spielbilderbücher mit flexiblen Elementen fordern, über die Wiederholung von Bewegungen hinausgehend, zur kreativen und performativen Beschäftigung mit der dargestellten Szenerie auf. Dieses Element greift das Browsergame dadurch wieder auf, dass die Kinder nach erfolgreicher Rettung der Spielebücher im Game als Preis einen Bastelbogen zum Download bereitgestellt bekommen. Hier vereint sich schließlich die analoge mit der digitalen Spielwelt und die Kinder können die Figuren aus dem Game und die der historischen Bilderbücher aus dem Bastelbogen ausschneiden, neu kombinieren und eigene Avatare und Figuren zeichnen, ausmalen und damit die Szenerie und Geschichte analog und interaktiv ergänzen.

Nachnutzung

Sourcecode

Der Sourcecode des Gameprototypen wird ab 2020 kostenlos zur Verfügung gestellt. Sie können ihn je nach Bedarf frei für neue Anwendungsbereiche adaptieren oder weiterentwickeln.

Ansprechpersonen

Dr. Silke Krohn – Stiftung Preußischer Kulturbesitz
E-Mail: s.krohn@smb.spk-berlin.de

Katrin Glinka – Stiftung Preußischer Kulturbesitz
E-Mail: k.glinka@smb.spk-berlin.de