28. Januar 2021
Teilen, Verbundarbeit, Vermittlungskonzepte, Wissenstransfer

Danke! Fürs Partizipieren, Experimentieren, Wissen Teilen

„Extrem bereichernd“! Bei unserer Auftaktveranstaltung zur Digitalen Partizipation teilen 170 Kulturschaffende Praxiserfahrungen, Ideen und Wüsche.

Veranstaltung „Digitale Partizipation! Aber wie?“
Screenshot der Veranstaltung „Digitale Partizipation! Aber wie?“, moderiert von Dr. Silke Krohn, vom 27.01.2021 (Webex), Grafik: Stiftung Preußische Kulturbesitz / museum4punkt0 / Julia Rhein, CC BY 4.0

Fazit von Teilnehmenden: Impulse für die eigenen Projekte, bereichernder Austausch in anregender Atmosphäre und einem spannenden Format zu einem extrem wichtigen Thema! Damit und der Anzahl von weitgehend konstant etwa 170 Teilnehmenden durften wir überaus zufrieden unsere gestrige Auftaktveranstaltung beschließen. Besonders wichtig: Hier haben nicht nur die „Üblichen Verdächtigen“ mit viel Praxiserfahrung diskutiert. Den Reaktionen des digitalen Plenums ist zu entnehmen, dass gerade der Austausch über Disziplinen und Institutionen, auch spartenübergreifend und vor allem unabhängig von der jeweiligen Vertrautheit mit digitalen Partizipationsangeboten als außerordentlich ergiebig wahrgenommen wurde.

Wir hatten all unseren Mut zusammengenommen und sind mit einer überwältigenden Zahl von über 200 Anmeldungen ins kalte (Goldfischglas-)Wasser gesprungen: „Digitale Partizipation! Aber wie?“ wollten wir von drei Expertinnen und den Teilnehmenden erfahren.

Was ist Partizipation? Dr. Silke Feldhoff legt in ihrem Impulsvortrag mit anschaulichen Praxisbeispielen die Grundlage für den Austausch im Rahmen der Fishbowl-Diskussionen: Selbstbestimmtes Mitgestalten, eigene Inhalte sichtbar einbringen und teilen, Co-Autorenschaft. Das heißt auch: Deutungshoheit abgeben, in die Strukturen der Institutionen hineinwirken. Partizipationsangebote brauchen erhebliche finanzielle Ressourcen – und Zeit. Aus der Praxis berichtet Kristin Baber vom Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz, die in dem Teilprojekt „Forschung in Museen erklären, verstehen, mitmachen“ mit ihrem Team die Citizen Science App BODENTIER hoch 4 entwickelt hat. Vom Zugang zu klitzekleinen Bodentierchen, dem Nutzen digitaler Technologien in der Bürgerwissenschaft und einer startreifen App geht es zum Projekt museum x.o, einer Partizipationsplattform, die Christine Lindner vom Badischen Landesmuseum Karlsruhe und Team in einem neuen museum4punkt0-Teilprojekt entwickeln werden. Im Anschluss an die erhellenden Einblicke in ihre Projektarbeit beantworten die Referentinnen Fragen, die von praktischen Details bis hin zu generellen Aspekten der digitalen Partizipation reichen. 

Wie unbestreitbar wichtig das Thema Partizipation ist, zeigt sich in der Schlussrunde der Veranstaltung. Es geht um nicht weniger als die Relevanz der Museen und Kultureinrichtungen, gerade in diesen Zeiten. Es geht um die Möglichkeit der Teilhabe, um die Herausforderung sozialer Ungleichheit und „digitale Solidarität“. Es geht vor allem auch darum, offen zu sein für Neues, etwa für Formate, von denen selbst erfahrene Digital-Experten im Museum noch nicht zu träumen gewagt haben, und darum, Wissen und Content – und Quellcodes – zu teilen, anstatt das Rad jedes Mal wieder neu zu erfinden. 

Mit unserer Auftaktveranstaltung in der Reihe museum4punkt0|impulse konnten wir gemeinsam mit den Teilnehmenden eine erste Bestandsaufnahme entwerfen und das Themenfeld Digitale Partizipation abstecken. Die Reaktionen zum Thema und dem Format leiten uns bei der Konzeption künftiger Veranstaltungen.

Nach zwei Stunden spannendem Wissensaustausch, anregenden Diskussionen und viel Input sind wir nun dabei, unsere Erkenntnisse zu sortieren, Eindrücke zu teilen und Ergebnisse aufzubereiten, die wir in Kürze hier bereitstellen. Die erfreulich rege Partizipation der Teilnehmenden aus unterschiedlichsten Institutionen, auch über den Museumsbereich hinaus, mit ganz verschiedenen Ansätzen, Interessen und Fragestellungen öffnet den Blick für den viel verzweigten Themenkomplex Digitale Partizipation – durch den wir nun gemeinsam nach und nach unsere Wege finden werden. Jedenfalls steht fest: Es geht weiter, natürlich gemeinsam, und es bleibt spannend!

Ein Beitrag von: Kommunikationsteam Z

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